Finale am 31. August ab 16 Uhr in der Dampfzentrale

Programm (PDF) zum Herunterladen

16:00–16:40 (Turbinensaal)
DUO KLEXS
Léa Legros-Pontal, Viola
Silke Strahl, Saxophon/Tubax

Matthew Shlomowitz (*1975)
Letter Pieces für Viola und Saxophon
V. Northern Cities (2008)

Mauro Hertig (*1989)
Our Ear für Viola und Saxophon (2018)

Georges Aperghis (*1945)
Rasch für Viola und Saxophon (2001)

Garth Knox (*1956)
Jonah and the Whale für Viola und Tuba (1994), vom Komponisten autorisierte Transkription für Viola und Tubax von Silke Strahl (2017)

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16:45–17:25 (Turbinensaal)
Till Lingenberg, Schlagzeug

Pierre Jodlowski (*1971)
Time & Money für Schlagzeug und Elektronik (2003)
Erster Teil:Le cube

Michael Jarrell (*1958)
Assonance VII für Schlagzeug solo (1992)

Pierre Jodlowski
24 Loops für Schlagzeug und Tonband (2007)

– Pause —

18:00–18:40 Turbinensaal
Chiao-Yuan Chang, Schlagzeug

Akira Miyoshi (1933–2013)
Ripple für Marimba solo (1999)

Till Lingenberg (*1996)
Corpus für Schlagzeug und Elektronik (2019, Uraufführung)

Pierre Jodlowski
Time & Money für Schlagzeug, Elektronik und Video (2003)
Erster Teil:Le cube

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18:45–19:25 Turbinensaal
CONCEPT STORE QUARTET

Alicja Pilarczyk, Violine
Pablo González Balaguer, Saxophon
Nejc Grm, Akkordeon
Guillem Serrano, Schlagzeug

Tobias Krebs (*1993)
Schiefer (2019, Uraufführung)

Stylianos Dimou (*1988)
Sur les traces de la fissure (2018)

 John Menoud (*1976)
Ars moriendi (2019, Uraufführung)

– Apéro riche auf Einladung der Association du Concours Nicati (Foyer) –

20:00–20:45 (Kesselhaus)
OPEN SPACE
Présentation du projet vainqueur 

LE GRAND PLONGEON

Kollektiv IиTERиATIOиAL Totem (KIT)

Léo Collin
Nuria Khasenova
Kay Zhang

Hat Atlantis wirklich existiert? Wo und wann? War es nur in den Vorstellungen von jemandem? Ein Traum oder ein Albtraum vielleicht? Atlantis ist das Symbol schrecklicher Naturkatastrophen, aber es kann auch als Zeichen sozialer und ethnischer Konflikte interpretiert werden. Es liegt unmittelbar vor uns.

Le grand plongeon ist eine performative Auseinandersetzung mit dem Mythos Atlantis, mit Peter Eötvös’ gleichnamigem Orchesterstück Atlantis (1995) als rotem Faden. Es sind drei Musikerinnen und Musiker, die im Milieu eines etwas verlorenen Bar-Restaurants auftreten, das sich in einer Stadt befindet, die von schubweisen Abwanderungen gezeichnet ist.

Der Titel geht auf den französisch-amerikanischen Archäologen Augustus Le Plongeon zurück, der sein Leben lang über die Lage des verlorenen Kontinents Atlantis spekulierte. Diese (rückblickende) Prognose war schliesslich eine treibende Kraft, um seinem Leben einen Sinn zu geben. Das ist inspirierend, vor allem angesichts unserer Unfähigkeit, in der gegenwärtigen Realität (insbesondere der Klimakrise) zu handeln – zumal letztere uns immer über die Medien vermittelt wird. Ist die Tatsache des Voraussagen, Prognostizieren, nicht auch eine Teilhabe am Leben?

Atlantis ist nach wie vor eine Utopie: Wir zeigen auf, dass wir zeitgenössischen Musikerinnen und Musiker sowohl multiinstrumental als auch transdisziplinär in der Lage sind, ein uns lieb gewonnenes Repertoire zu verteidigen, das über die eigene begrenzte Nomenklatur und Disziplin hinausgeht. Transkription bedeutet, den Geist der Freiheit der Kammermusik wiederzuentdecken: Werke als grosse Vorboten (sinfonisch oder opernhaft) mit Nahestehenden spielen.

Unsere Transkription wird durch Echtzeitverarbeitung, Sampler, und Szenografie mittels Video und Text unterstützt. Dieses Video-Opern-Format erlaubt es, zwischen Partitur und Archiv, Kommentaren und einer zeitgenössischen Rekontextualisierung hin und her zu wechseln. Die Bearbeitung in Echtzeit ermöglicht es, die Möglichkeiten der Instrumente zu erweitern: eine Kinderstimme zu haben, ein Blasorchester mit einem Midi-Keyboard zu spielen, alle möglichen Effekte wie Delay, Reverb, Filterung hinzuzufügen – wichtig, um den Klang zu verstärken –, und schliesslich einen Orchesterklang in reduzierter Besetzung zu erzielen. Filmmusik-Komponisten kennen diese Technik: Wenn man einen Synthesizer, der ein Streichorchester spielt, zu einem Streichquartett hinzufügt, entsteht die Illusion, wie ein professionelles Sinfonieorchester zu klingen. Wir bleiben Eötvos’ Partitur treu, da er selbst dieses Prinzip in der Partitur von «Atlantis» sehr gut angewendet hat, indem er nämlich Synthesizer, virtuelle Chöre und eine Bassgitarre hinzufügte.

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Ab 21:00 (Foyer) 
Festliche Preisverleihung und Ausklang mit DJ MuchaMuchacha

Alle Wettbewerbsrunden sind öffentlich. Weitere Informationen finden Sie hier

Kategorie

Interpretation

Zum neunten Mal lädt der Concours Nicati junge Musiker·innen ein, Konzerte mit Werken zeitgenössischer Musik darzubieten.

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Kategorie

Open space

Die neue Kategorie ist für verschiedene innovative musikalische und klangbasierte Vorgehensweisen bestimmt und steht der Verbindung mit jeglichen anderen künstlerischen Ausdrucksformen offen. Die Kandidat·inn·en sind eingeladen, performative Projekte zu präsentieren, welche sich vom Konzertformat unterscheiden, das der Kategorie «Interpretation» vorbehalten ist.

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Wolfgang
Heiniger
Jurypräsident
Luisa
Castellani
Wilhem
Latchoumia
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Julie
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Jurypräsidentin
Stefan
Wirth
Katharina
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Anne
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Charlotte
Hug